Ausbildung

Die Ausbildung des Hundeführers und die seines Hundes bis zum gehobenen Niveau des geprüften, einsatzfähigen Teams dauert in der Regel 2,5 Jahre.

Sie beschränkt sich aber nicht „nur“ auf das Mantrailing. Sofern Interesse besteht bieten wir auch die Ausbildung für Flächensuche an.

Voraussetzungen für den Hundeführer:

  • regelmäßige Besuche von Erste Hilfe Kursen (Mensch),
    um die Erstversorgung verletzter Vermisster zu gewährleisten
  • regelmäßige Besuche von Erste Hilfe Kursen (Hund),
    um unseren tierischen Partner im Verletzungsfall bis zur tierärztlichen Versorgung
    helfen zu können
  • Kynologie
  • Funkschulungen, für die professionelle Informationsübermittlung
  • GPS/Kartenschulung, um im Einsatzfall korrekte Koordinaten an die Einsatzkräfte übermitteln zu können.
  • weitere Ausbildungsmöglichkeiten, sofern erwünscht
    • Einsatzleiter
    • Ausbilder

Alles in allem handelt es sich um eine sehr aufwendige Arbeit, die den Hundeführern einiges an Zeit abverlangt. Wir trainieren ca. 2x pro Woche am Abend und 1x pro Monat einen ganzen Tag.

Sie haben Interesse an der Rettungshundearbeit? Möchten Sie an einem Training zusehen oder haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns einfach an. Unser Ausbilder Hans Hermann unter der Tel. 0177 4283971 wird gerne auf Ihre Fragen eingehen.

Kriterien für die Eignung zur Rettungshundearbeit:

Hundeführer Hund
  1. Arbeitswille
  2. Teamgeist
  3. Verlässlichkeit
  4. Körperliche Fitness
  5. Die Möglichkeit an 2 Tagen der Woche abends regelmäßig zu trainieren
  6. An einem Samstag pro Monat ganztägig zu trainieren
  7. Super wäre natürlich auch Flexibilität am Arbeitsplatz (Freistellung vom Arbeitgeber zu den Einsätzen)
  1. Sozialisiert und nervenstark
  2. Beute-, Fress- oder Spieltrieb
  3. Freundlich zu Mensch und Tier
  4. Ausdauernd
  5. Alle Rassen sind geeignet, am besten Hunde mit großer, langer Nase und mit Schlappohren
  6. Prinzipiell sind aber alle Hunderassen geeignet
  7. Zum Beginn der Ausbildung sollte der Hund nicht älter als 5 Jahre sein

 

Unterstützen Sie uns… 

Sie haben zwar keinen eigenen Hund möchten aber mit Hunden arbeiten bzw. die Rettungshundestaffel mit Engagement unterstützen? Sie haben Zeit und möchten der Gesellschaft einen Dienst erweisen? Dann helfen Sie uns in der Hunde-Ausbildung oder unterstützen Sie im Einsatz das Hunde-Team als Suchhundehelfer. 

Auch wenn Sie nicht so viel Zeit haben und „nur“ gelegentlich helfen können. Wir sind für Ihre Hilfe dankbar. Kommen Sie zu unseren Trainingseinheiten und stellen Sie sich als „vermisste Person (VP)“ zur Verfügung. Dies bedeutet für Sie lediglich, dass der Ausbilder Sie an geeigneter Stelle versteckt und das Hunde-Team Sie dann anhand Ihres individuellen Geruchs suchtIhre ganz spezielle Aufgabe ist dann den Hund zu bestätigen in dem Sie ausgiebig loben (mit ihm spielen, etwas zu fressen geben und sich freuen als hätten Sie den Jackpot geknackt)

Im Einsatz hat der Suchhundehelfer wichtige Aufgaben rund um das Hunde-Team zu erfüllen. Dazu gehört neben der Bedienung des Funk- und GPS-Gerätes, die Sicherung des Teams im Straßenverkehr und natürlich auch „das Lesen“ (Suchzeichen) des Hundes. Gemeinsam mit dem Hundeführer gehen Sie den Einsatz und helfen aktiv bei der Vermisstensuche und halten den Kontakt zum Einsatzleiter.

Ziel unserer Ausbildung ist:

• Einsatzfähigkeit der Rettungshundeteams und der Suchhundehelfer
• zuverlässig, konzentriert arbeitende Hunde, welche die vermisste Personen anzeigen
• Hundeführer und Suchhundehelfer, welche die erlernten fachspezifischen Fähigkeiten im Einsatzfall anwenden können.

 

Für einen verlässlich arbeitenden Rettungshund ist eine gesunde Hund-Mensch-Beziehung als Basis wichtig. Der Hund muss Spaß an der Suche haben und von sich aus suchen wollen. Wir verlangen nichts von einem Hund, der Hund will es selbst! Für den Hund ist die vermisste Person das Wichtigste (!) er will diese Person unbedingt finden. Das Hochhalten dieseMotivation des Hundes gilt es zu fördern und zu halten. Ausbilder, Hundeführer und Suchhundehelfer brauchen Einfühlungsvermögen (jeder Hund ist anders) und müssen bewusst und reaktionsschnell handeln. Dazu braucht es eine umfassende Suchhelferausbildung am Hund. Diese Arbeit am/mit dem Hund ist eine Kunst und wird nicht jedem in die Wiege gelegt. Durch die enge Zusammenarbeit wird das Vertrauen zwischen Hund und Mensch fokussiert und der Hundeführer wird eine noch engere Hund/Menschbindung erleben. Das Zusammenspiel Ausbilder, Hundeführer, Suchhundehelfer und natürlich der Hund ist enorm wichtig für eine erfolgreiche Ausbildung. Durch gezielte Motivation mit fremden und bekannten Menschen wird die Motivation des Hundes stets erhöht und ein zielstrebiges Suchen und Anzeigen ermöglicht. 

Unser Ziel ist, dass der Hund durch spezielle Rituale und Arbeitsmaterial weiß, wann Zeit für die Arbeit ist. Er wird dann von sich aus eine konzentrierte Arbeitshaltung einnehmen und seine Aufgabe erfüllen. Die Ausbildung der Hunde erfolgt ausschließlich über Spaß und positive Erfahrung. Die Leistungsfähigkeit unserer Zwei- und Vierbeiner wird durch intensives, kontinuierliches Training, Ausbildung und aktive Übungen gewährleistet.

Bei der Rettungshundearbeit wird mit verschiedenen menschlichen und tierischen Persönlichkeiten gearbeitet. Durch diese Individualitäten warten ständig neue, wiederkehrende Herausforderungen auf jeden Einzelnen. Diese sollten geduldig, durchdacht und sicher bewältigen werden. Hierzu ist ein ehrlicher und direkter Umgang sowie auch konstruktive Kritik nötig. Jeder ist aufgefordert mit Engagement mitzuarbeitenWir fördern/fordern jeden, ob Mensch oder Tier, individuell nach persönlichen Anlagen und Charakterzügen. Mensch und Hund hören nie auf zu lernen! 

Sind Sie an einer Zusammenarbeit interessiert? Besuchen Sie uns bei der Ausbildung und lernen unsere Welt des Lernens kennen. Informationen zu den nächsten Ausbildungsterminen und –orten erhalten Sie hier ausbildung{at}rettungshundestaffel-oberland.de.